Wir informieren Sie in regelmäßigen Abständen über den Stand der Dinge rund um den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Eschborn Mitte.
Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 29.01.2026 die Entwurfsplanung der Deutschen Bahn zum barrierefreien Umbau des Bahnhofs Eschborn Mitte zustimmend zur Kenntnis genommen. Ziel ist der Umbau des Mittelbahnsteigs zu zwei barrierefreien Außenbahnsteigen mit stufenfreiem Einstieg in die S-Bahnen sowie der Neubau der Personenunterführung. Die wesentliche Änderung der vorgelegten Entwurfsplanung gegenüber der Vorentwurfsplanung betrifft die barrierefreien Rampenanlagen. Auf der Südseite Richtung Schwalbacher Straße war eine Verlängerung der Rampenanlage notwendig, um die Höhendifferenz zwischen Personenunterführung und Bahnhofsvorplatz zu überbrücken. Des Weiteren ist durch die Neuanordnung des Rampenzugangs auf dem Bahnhofsvorplatz die Treppenanlage von einer Viertelkreis-Treppe zu einer Halbkreis-Treppe umgeplant worden. Die Personenunterführung weist ein lichtes Maß von 4,04 Meter auf. Die Personenunterführung wird nach dem Neubau nicht nur kürzer, sondern damit auch um 1 Meter breiter als heute.
Auch eine vorläufige Kostenberechnung und ein Meilensteinplan wurden dem Stadtparlament vorgelegt. Nach den Angaben der Deutschen Bahn sieht der vorlegte Terminplan mit Stand Juni 2025 den Umbau – vorbehaltlich der erforderlichen Sperrpausengenehmigung – für den Zeitraum von August 2028 bis August 2029 vor. Dies bedeutet eine Verschiebung von etwa 6 Monaten gegenüber dem Stand von 2024. Die Gesamtkosten schätzt die DB nach vorläufigem Stand auf rund 23,1 Millionen Euro. Auf Grundlage der Entwurfsplanung wird in den weiteren Planungsphasen die konkrete Fördermöglichkeit durch das Land Hessen geprüft und die Kostenaufteilung zwischen DB und Stadt Eschborn geklärt.
„Es ist erfreulich, dass die Deutsche Bahn ihre Fortschritte bei der Planung des barrierefreien Umbaus des Bahnhofs vorgelegt hat. Wir hoffen jedoch, dass der von der DB angestrebte Zeit- und Kostenplan auch gehalten werden kann und die benötigten Sperrpausen genehmigt werden. Parallel geht die städtische Planung zum Bahnhofsumfeld ebenfalls voran. Erst letzte Woche haben Vermessungsarbeiten und Kampfmitteluntersuchungen im Bereich des P+R-Parkplatzes stattgefunden. Im nächsten Schritt werden Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Im weiteren Verlauf der stadteigenen Planung werden wir unsere stetige Kommunikation und Beteiligungsformate zum Bahnhofsumfeld fortführen“, so Bürgermeister Shaikh.
Die Deutsche Bahn ist als Eigentümerin des Bahnhofs für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs verantwortlich, während das Bahnhofsumfeld einschließlich der Bushaltestellen in der Zuständigkeit der Stadt Eschborn liegt. Der RMV fördert die Planungskosten für beide Maßnahmen.

3D-Visualisierung der zukünftigen Treppen- und Rampenanlage auf der Südseite der Personenunterführung. Die offene Gestaltung soll für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen. Quelle: DBInfraGo
Am 3. Dezember fand im Eschborner Stadtverordnetensitzungssaal ein Werkstattgespräch zum Umbau des Bahnhofs Eschborn Mitte statt. Rund 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger erhielten von Bürgermeister Adnan Shaikh und dem Nahmobilitätbeauftragen Andreas Gilbert an dem Abend einen Einblick in die Planentwürfe zur zukünftigen Gestaltung des Bahnhofs und dem Bahnhofsumfeld. Die öffentliche Veranstaltung wurde von zwei Gebärdendolmetschern unterstützt.
„Nach langer Zeit gehen die Planung nun endlich weiter voran. Dies Betrifft die Planung der Deutschen Bahn zum Bahnsteig, der Personenunterführung und Zugängen, als auch die städtische Planung zum Bahnhofsumfeld“, so der Bürgermeister. „Außenbahnsteige, eine breitere und offen gestaltete Personenunterführung und natürlich barrierefreie Rampen werden das Bild des zukünftigen Bahnhofs Eschborn Mitte prägen. Auf beiden Seiten des Bahnhofs soll es Parkmöglichkeiten geben und die Bushaltestelle in das Bahnhofsumfeld integriert werden. Nach Aussage der Deutschen Bahn soll der Umbau der Bahnsteige Anfang 2028 starten und etwas über 1 Jahr dauern. Dabei ist von der DB aktuell geplant, möglichst immer ein Gleis im Betrieb zu halten. Im Werkstattgespräch hatten wir besonders zum zukünftigen Bahnhofsumfeld einen konstruktiven Austausch und nehmen daraus einige wichtige Hinweise und Anregungen mit, die wir im Zuge der weiteren Planung prüfen werden. Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr Kommen und Beteiligung“, berichtet Adnan Shaikh.
Q2/2027 Abschluss der Planung
Q1/2028 Baubeginn
Q1/2029 Nutzungsaufnahme (Fahrbetrieb möglich)
Q3/2029 Bauende und Fertigstellung
Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 23. November 2023 eine Vorzugsvariante zum barrierefreien Umbau des Bahnhofs Eschborn beschlossen. Die Planungen sehen zwei Außenbahnsteige mit Treppen- und Rampenanlagen vor, neue Überdachungen und Wetterschutzhäuschen auf beiden Bahnsteigen. Der Einstieg in die S-Bahn wird dann ohne Stufen möglich sein. Bereits am 08. November stellte die Deutsche Bahn die untersuchten Varianten mit Vor- und Nachteilen sowie die Grobkostenschätzung in einem öffentlichen Präsentationstermin dem Bau- und Umweltausschuss und interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor.
Laut Zeitplan der Deutschen Bahn ist der Baubeginn am Bahnhof für das 2. Quartal 2027 geplant. Die Inbetriebnahme und damit Fertigstellung im 4. Quartal 2028. Die Kosten für den Umbau des Bahnhofs beziffert die Deutsche Bahn nach aktuellem Planungsstand auf 17,27 Millionen Euro. Darin noch nicht enthalten sind die Planungen für das Bahnhofsumfeld, welches in der Verantwortung der Stadt Eschborn liegt.
Durch den Rückbau der stillgelegten Gleise und Wegfall des Mittelbahnsteigs wird die bestehende Personenunterführung in der vorhandenen Länge nicht mehr benötigt. Ein Neubau soll aber auch zukünftig die beiden Gleisseiten miteinander verbinden. Die neu geplante Unterführung soll 4,00 Meter breit (aktuell 3,00 Meter) werden und neben Treppen auch über barrierefreie Rampen für alle Personengruppen nutzbar sein. „Dadurch schaffen wir eine vollständige Barrierefreiheit am Bahnhof Eschborn, ohne von den Schrankenschließzeiten abhängig zu sein. Die Personenunterführung wird kürzer, breiter und heller sein als aktuell. Natürlich kann dann auch der bestehende Bahnübergang genutzt werden, um das Gleis zu wechseln,“ erläutert Bürgermeister Adnan Shaikh die Planungen. „Unsere intensiven Bemühungen zum Umbau und unser guter Austausch mit der Deutschen Bahn als Eigentümerin des Bahnhofes Eschborn Mitte tragen nun erkennbare Früchte. Wir freuen uns sehr, dass wir der Stadtverordnetenversammlung - in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund - den Planungsfortschritt präsentieren konnten. Wir hoffen natürlich sehr, dass der von der Deutschen Bahn vorgelegte Zeitplan eingehalten wird und die aktuell unbefriedigende Situation dann durch einen neuen Bahnhof deutlich verbessert wird.“
Durch die Festlegung der Vorzugsvariante startet die Stadtverwaltung nun intensiviert in die eigenen Planungen für das Bahnhofsumfeld. Eine verbesserte Haltestellensituation für den Bus, Parkplätze auf beiden Seiten des Bahnhofs, Informationssysteme und Aufenthaltsflächen sind erste Ideen, die in gemeinsamen Workshops mit dem Bau- und Umweltausschuss nun ausgearbeitet werden sollen. Es sind auch Werkstattgespräche geplant, an denen interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme eingeladen werden. Die entsprechenden Termine werden zum gegebenen Zeitpunkt veröffentlicht.